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Fachbereich Kieferorthopädie

Ist Ihr Wunsch ein perfektes Lächeln? Wünschen Sie sich gerade Zähne? Möchten Sie mit Ihrem neuen Lächeln erfolgreich sein? Der Fachbereich Kieferorthopädie ist auf die Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen auf universitärem Niveau spezialisiert.

 Ao. Univ. Prof. DDr. Erwin Jonke
Ao. Univ. Prof. DDr. Erwin Jonke, Leiter des Fachbereichs Kieferorthopädie, Stv. Leiter der Universitätszahnklinik Wien, Leiter der Spezialambulanz Aligner Therapie

Mit unserer 100% digitalen 3D-Planung und individueller Therapie ermöglichen wir Ihnen Ihr Ziel zu erreichen.

Neben der Untersuchung der Zahnstellung steht das Anliegen der Patienten/-innen im Fokus der erstmaligen Befunderhebung. Danach erfolgt die Erstellung der Unterlagen: 100% digital! Es werden Fotos von Gesicht, Profil, Zähnen, ein digitales Fernröntgenbild, ein digitales Orthopantomogramm und digitale Scans von Ober- und Unterkiefer angefertigt. Ganz ohne Abdruckmaterial werden rein digitale 3D-Modelle des Gebisses generiert und anschließend mit unserer Planungssoftware bearbeitet. Im Fachbereich Kieferorthopädie werden selbstlegierende Brackets, innen- und außenliegend, oder Aligner (Schienen) verwendet. Bei sehr komplexen Fällen werden auch kombiniert kieferorthopädisch - kieferchirurgische Behandlungen durchgeführt. Bereits bei Start einer Aligner-Therapie ermöglicht unsere 3D-Software die Simulation der einzelnen Behandlungsschritte und eine simulierte Darstellung des Behandlungsergebnisses.

Die Behandlung einer Zahnfehlstellung bringt nicht nur optische Vorteile, sondern ermöglicht auch eine optimale Zahnreinigung, verhindert Fehlbelastungen und deren Auswirkung auf Sprache, Atmung sowie den Bewegungsapparat.

Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke

Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke

Leiter des Fachbereichs Kieferorthopädie

Stv. Leiter der Universitätszahnklinik Wien

Leiter der Spezialambulanz Aligner Therapie


Leistungsspektrum

Im Fachbereich Kieferorthopädie decken wir die Behandlung mit abnehmbaren und festsitzenden Zahnspangen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ab. Durch die Forschungstätigkeit unserer top-qualifizierten KieferorthopädInnen arbeiten wir stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.

Rund 40 % aller Kinder und Jugendlicher weisen eine Zahnfehlstellung auf, die oft unerkannt bleibt. Daher empfiehlt es sich, in drei Zeitabschnitten eine Untersuchung beim Kieferorthopäden durchführen zu lassen: Die erste sollte im 4. Lebensjahr (Milchgebiss) erfolgen, die zweite im 8. Lebensjahr (frühes Wechselgebiss) und die dritte ab dem 12. Lebensjahr (spätes Wechselgebiss) erfolgen. Die rechtzeitige Behandlung gewisser Zahnfehlstellungen reduziert die Behandlungszeit und sichert ein stabiles Ergebnis.

Kiefer- und Zahnfehlstellungen können im Kindes- und Jugendalter zum Teil mit Hilfe von sogenannten abnehmbaren Zahnregulierungen korrigiert werden. Nach abgeschlossenem Zahnwechsel empfehlen wir in den allermeisten Fällen jedoch eine festsitzende Zahnspange.

Die folgenden Bilder zeigen ausgewählte Fehlstellungen, bei denen unter Umständen kieferorthopädischer Behandlungsbedarf besteht. In einer kostenlosen Erstberatung informieren wir Sie gerne über Behandlungsmöglichkeiten und Kosten.

Eine kieferorthopädische Behandlung ist in jedem Alter möglich. Im Fachbereich Kieferorthopädie führen wir die Behandlung von erwachsenen PatientInnen mit viel Erfahrung und großem Fachwissen durch. 

Gerade bei dieser PatientInnengruppe spielt die „Sichtbarkeit“ der Zahnspange eine besondere Rolle. Diese Problemstellung kann man mittels einer Lingualbehandlung, die oftmals auch als „unsichtbare“ Zahnspange bezeichnet wird, lösen.

Mit einem selbstlegierenden Bracketsystem in Kombination mit speziellen, hochelastischen Drahtmaterialien kann ein Zahn-Engstand behoben werden. Bei selbstlegierenden Brackets wird der Bogen mit einem Schiebe- oder Kippmechanismus im Bracket gehalten. 

Zahnfarbene Keramikbrackets haben eine hochpolierte Oberfläche, die weder Farbstoffe aus Nahrungsmitteln noch aus Getränken aufnimmt. Das macht keramische Brackets für viele PatientInnen zu einer ästhetischen Alternative zu Metallbrackets.

Für PatientInnen, die eine unauffällige Korrektur ihrer Zähne wünschen, stellt eine linguale Zahnspange die ideale Behandlungsmethode dar. Bei der Lingualbehandlung werden individualisierte Brackets auf der Zahninnenseite befestigt. Speziell geformte Drahtbögen verbinden die einzelnen Zähne miteinander. Von außen ist die Zahnspange nicht sichtbar.

Grundsätzlich eignet sich eine Lingualbehandlung für alle Altersgruppen und kann für die Korrektur fast aller Arten von Zahnfehlstellungen eingesetzt werden.

Beinahe unsichtbar können bestimmte Zahnfehlstellungen bei Jugendlichen und Erwachsenen mit der sogenannten Alignertherapie korrigiert werden. Dabei behandeln wir die Zahnfehlstellungen mit transparenten Schienen (Aligner). Die PatientInnen tragen die Aligner 22 Stunden pro Tag und entfernen sie nur zum Essen und Zähneputzen. 

An der Universitätszahnklinik Wien machen wir die Abformung und die Planung mit einem digitalen Verfahren. Nach einem Intraoralscan und der 3D-Planung werden die individuell gefertigten Aligner in regelmäßigen Abständen gewechselt.

Bei skelettalen Verankerungen (Mini Anker Schraube) wird eine skelettale, kieferorthopädische Verankerungseinheit (bone anchore) eingesetzt. Die skelettale Verankerung ist eine vorübergehende Versorgung, die unter Lokalanästhesie im Gebiss angebracht wird. 

Die Kieferorthopädin / der Kieferorthopäde setzt skelettale Verankerungen ein, um bestimmte, unerwünschte Kräfte während der Behandlung direkt auf diese Verankerungseinheit zu leiten. Nach erfolgter Behandlung wird diese Einheit wieder entfernt.

Bei ausgeprägten Fehlstellungen eines oder beider Kiefer kann eine Operation für die kieferorthopädische Behandlung nötig sein. Nachdem die beiden Zahnbögen ausgeformt worden sind, werden in einem operativen Schritt ein Kiefer oder beide Kiefer in die optimale Position korrigiert. Im Anschluss erfolgt dann die Feineinstellung der Bisssituation mit einer Zahnregulierung.

Bei der Multiloop- oder MEAW-Technik (Multi-Edge-Arch-Wire = Bogen mit vielen Schlaufen) werden Schlaufen durch Brackets gezogen. Durch die einzelnen Schlaufen kann jeder einzelne Zahn in jede Raumrichtung bewegt werden. Diese Bögen sind bei richtiger Aktivierung in Kombination mit elastischen Gummiringen, die zwischen Ober- und Unterkiefer eingehängt werden, außerordentlich wirksame Werkzeuge zur Korrektur von Fehlstellungen.

Der Fachbereich Kieferorthopädie ist in den Betrieb der Universitätszahnklinik und der Medizinischen Universität Wien gut integriert. Daher können wir im Zusammenspiel mit anderen zahnmedizinischen Fachbereichen und Spezialambulanzen selbst komplexe Problemstellungen bewältigen. Zu den Fachbereichen, die wir für schwierige Behandlungen hinzuziehen, zählen die Parodontologie, Prothetik, Gnathologie, orale Chirugie sowie die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Viele Sportarten bringen die Zähne in Gefahr: Besonders bei Ballsportarten wie American Football, Basketball, Hockey und Kampfsportarten, aber auch beim Turnen, Skifahren, Skateboarden und Rad fahren treffen Unfälle viel eher die Zähne als die Knochen. Dabei sind die vier Schneidezähne im Oberkiefer – gleichzeitig die sichtbarsten – besonders gefährdet. 

Das Risiko, eine Zahnverletzung zu erleiden, ist bei Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren am höchsten. Auch Menschen mit einem Rückbiss, bei dem die oberen Schneidezähne deutlich weiter vorne stehen als die unteren, und Personen mit festsitzenden Zahnspangen haben ein höheres Risiko.

Individuell angepasster Mundschutz absorbiert Schlag- und Sturzkraft

Mit einem Mundschutz kann man die Zähne wirksam vor Verletzungen schützen. Am besten ist ein individueller Mundschutz, der auch den höchsten Tragekomfort bietet. Zwar muss man mit höheren Kosten rechnen, jedoch verteilt sich die Schlag- oder Sturzkraft durch die perfekte Passform gleichmäßig. Die Wucht eines Stoßes wird so absorbiert. Auf Wunsch kann ein individueller Mundschutz in verschiedenen Farben, beispielsweise den Clubfarben, angefertigt werden. Nur der individuelle Mundschutz entspricht den Vorgaben der „American Dental Association“ (ADA).

Günstigere Alternativen sind ein fertiger Mundschutz („ein Modell für alle“) oder ein teilweise individualisierter Mundschutz („boil and bite“). Beide halten im Mund jedoch nur durch Zusammenbeißen der Zähne und können einzelne Zähne überbelasten. Durch die ungenaue Passform können diese Typen von Mundschutz zudem Druckstellen am Zahnfleisch erzeugen. Auch der Schutz ist weniger wirksam, weil das Material dünner ist und sich einwirkende Kräfte durch die ungenaue Passform weniger gut verteilen können.

Zwei Beispiele für individuellen Mundschutz: einmal aus transparentem Material, einmal als farbenfrohe Variante
Individueller Mundschutz kann aus transparentem Material (links) ebenso gefertigt werden wie in unterschiedlichen Farben (rechts)

Für die gründliche Reinigung der Zähne bei einer Prophylaxe-Behandlung werden die Brackets abgenommen und dann wieder aufgesetzt. Im Fachbereich Kieferorthopädie bieten wir daher auch Mundhygiene an. So können Sie die Prophylaxe gleich miterledigen, wenn Sie bei uns ihrer Zahnregulierung wegen einen Termin haben.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

Unsere Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf ein breites Spektrum von vielversprechenden Gebieten: die Genauigkeit von 3D-gedruckten Schienen zur Bracketplatzierung, die 3D-geplante Anfertigung von Gaumenapparaturen, die Zellkulturforschung von Materialeigenschaften von Brackets, Kompositen und Kleber, und die Erfassung der kieferorthopädischen Bewegung von hochstehenden Eckzähnen am Patienten zeitgleich zum simulierten Laborversuch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der Wechselwirkung von Alignertherapie auf das orale Mikrobiom im Speichel. Unsere anthropologischen Evolutionsstudien erfassen das Knochenangebot bei Nichtanlage von seitlichen Schneidezähnen und das Wachstum von Ober- und Unterkiefer in den letzten 100 Jahren. Schließlich evaluieren wir in großangelegten, multicenter-basierten Fragebogenstudien die Erwartungen und Erfahrungen von Patienten vor und während kieferorthopädischer Therapie.

Unsere Forschungsaktivitäten werden mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen wie dem „Medizinisch-wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien“ 2019, dem DGAO-Wissenschaftspreis 2019, dem „Invisalign research award“ 2019 und dem European Orthodontic Society Research Grant 2022 ausgezeichnet. Die Forschung des Fachbereiches Kieferorthopädie konzentriert sich derzeit auf dentale Magnetresonanztomographie (MRT). Besondere Anwendungen sind verlagerte Zähne, die Abklärung von unzureichendem Knochen- oder Weichteilangebot und differenzialdiagnostische Abklärung von entzündlichen Prozessen im Knochen.

Seit 2022 wird dentales MRT als strahlenfreies diagnostisches Tool für spezielle klinische Fragestellungen eingesetzt. Die Zukunft der modernen Kieferorthopädie liegt in der bildgebenden Diagnostik, wie dem digitalen Röntgen, digitaler Computertomographie und auch im dentalen MRT.

Infos und Anmeldung unter: www.kfo-wien.at


Termin vereinbaren

Fachbereichsleiter: Ao. Univ. Prof. DDr. Erwin Jonke

Behandlungszeiten:
Mo - Do: 8 - 17 Uhr

Nach Terminvereinbarung:
Fr. 8 - 12 Uhr
Notambulanz mit Traumaversorgung:
Mo - So: 8 - 13 Uhr

Maria Strobl

Sekretariat

T: +43 (0)1 40070-4301
E: kfo-unizahnklinik@meduniwien.ac.at

Universitätszahnklinik Wien
Sensengasse 2a
1090 Wien

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